Die jüngsten Ergebnisse verdeutlichen den spielerischen Gegensatz vor dem Duell in der Bundesliga. Köln kam in zwei Partien auf vier eigene Tore, musste jedoch sechs Gegentreffer hinnehmen. Der FC schafft regelmäßig Aktionen im Strafraum, öffnet durch sein offensives Spiel nach Ballverlusten aber Räume für Gegenstöße. Die Angriffsstärke geht damit bislang auf Kosten einer stabilen Restverteidigung.
Bei Schalke zeigt sich ein anderes Muster. In den letzten beiden Spielen blieb Königsblau ohne eigenen Treffer, ließ defensiv aber nur drei Gegentore zu. Die Ordnung gegen den Ball funktioniert damit vergleichsweise besser als das Offensivspiel. Fehlt über 90 Minuten die Entlastung nach vorne, steigt allerdings die Belastung für die Defensive.
Köln dürfte deshalb früh anlaufen und Schalkes Spielaufbau mit hohem Pressing unter Druck setzen. Ein schnelles Führungstor würde die Gäste wegen ihrer jüngsten Offensivprobleme besonders fordern. Übersteht Schalke die erste Kölner Druckphase in kompakter Ordnung, können sich bei der Rückwärtsbewegung des FC wiederum Räume für gezielte Konter ergeben.